Schule für japanische Kampfkünste

Bujinkan Dojo Diessen

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Auf dieser Seite finden sie regelmäßig kurze Info-Blogs, mit aktuellen Inhalten, die sich schwerpunktmäßig mit diversen Themata in Zusammenhang mit den Kampfkünsten Japans beschäftigen. Viel Spaß beim Lesen.

 

Unterschied Kampfsport und Kampfkunst

 

Immer wieder werde ich nach den Unterschieden zwischen Bujinkan (Ninjutsu) zu anderen Kampfsortarten gefragt. Da die Antwort sehr lange ausfallen kann, und irgendwann philosophisch wird, versuche ich hier mal einige Dinge näher zu beleuchten.

 

Vorab ist es wichtig zu wissen, das sog. Kampfkünste ihren Ursprung in Asien haben.Damals herschte viel Krieg und Scharmützel unter den herrschenden Familien. Waffenindustrie gabe es damals noch nicht (den heutigen Medien zum Trotz), lediglich sog Körperübungen, die man auch zur Verteidigung einsetzen konnte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden einige Techniken zu einer Kampfkunst zusammengefasst und nur innerhalb der Familie weitergegeben. Irgendwann bekam das ganze dann auch einen Namen, wie z.b. Shaolin Kung Fu, Aikido, Ninjutsu, etc.

 

Zur Jahrhundertwende wurde Japan gezwungen, sich dem Westen anzupassen, und den Samurai wurde das Tragen von Schwertern verboten; zur gleichen Zeit wurden aus sämtlichen Kampfkünsten per gesetzlicher Anordnung des Kaisers die gefährlichen Aspekte herausgenommen und zu einer Sportart degradiert.

Diejenigen, die dennoch an ihren alten Traditionen festhielten wurden verfolgt und eingesperrt.

 

Einige sehr wenige Schulen haben ihr altes Wissen bewahrt und geben dies auch heute noch an ihre Schüler weiter.

Shaolin Kung Fu, die 9 Schulen des Bujinkans sowie einige Schwertschulen innerhalb des Landes Japans.

 

Wenn man heute von Kampfsport spricht, ist damit der rein sportliche Aspekt in den Vordergrund gerutscht. Leider wird dort auch das Überleben des einzelnen in Gefahrensituationen vernachlässigt. Meistens besteht der Unterricht aus einer Ansammlung von harmlosen Techniken, die man im Gefahrenfalle alle vergessen hat.

 

Das Trainieren einer Kampfkunst kommt eher einem langen Studium gleich, da die unterrichteten Inhalte verinnerlicht werden müssen, um überhaupt das wesentliche der jeweiligen Schule verstehen zu können. Demzufolge trainiert man nicht nur den Körper, sondern im besonderen auch seinen Charakter.

Im Laufe der Jahre ist man dann in der Lage das gelernte auch auf sein Leben anzuwenden, sprich die gelernten Prinzipien umzusetzen, umso ein besserer Mensch zu werden und der Gesellschaft in Frieden zu dienen.

 

 

Autor: M.Botta